Gedankenfussel 1

Gedankenfussel sind Gedanken, die manchmal im Kopf klebenbleiben wie Fussel auf der Schulter eines dunklen Shirts. Man weiß nicht, wo sie herkommen, wischt unwillkürlich immer wieder darüber und trotzdem bleiben sie irgendwo hängen.

Momentan ist es dieser:

Manchmal ist mir in diesen nachdenklichen und glücklichen Sommertagen, als ob ich Figuren aus meinem Buch in der Wirklichkeit begegne, die es noch gar nicht gab, als ich sie erfunden habe.

„Wenn mir früher beim Arbeiten etwas daneben gelang oder herunterfiel, habe ich es weggeworfen“, sagte er. „Jetzt bewahre ich alles für dich auf und mische es ordentlich durch. Dadurch ist mir, als ob ich nie mehr etwas umsonst tue. Nichts kann zerbrechen. Alles, was kaputtgeht, ist nur die Grundlage für etwas Neues, das du daraus machen wirst. Ich fühle mich sicherer dadurch. Ist das nicht seltsam?“

Aus „Sternflüstern“.

2 Kommentare zu „Gedankenfussel 1

  1. Oh, wie schön, nun wird es abends wieder früher dunkel, die Arbeitstage genügend gefüllt, können die entspannenden Leseabende wieder beginnen!!

    Erfreute Grüße,
    Syntaxia und die Bohlmeise

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